Sonntag, 3. September 2017

Nebelgeist 7 und 8 - Das Finale

 
Endlich geschafft!

 
Zwei Batts, die sich äußerlich nicht voneinander unterschieden und deswegen sollte damals ein Faserfoto reichen.
 
 
Versponnen stellte sich schnell heraus, dass in einem der beiden mehr rote Fasern, besonders lange Sariseidenfäden, enthalten waren. Der dunklere Strang wiegt 76 g und hat eine Lauflänge von 151 m.

 
Der hellere wiegt 52 g und hat eine Lauflänge von 101 m.

 
Dieses nette Gruppenbild könnte man auch als Himmel und Hölle bezeichnen. Himmel, weil ein paar der Batts und somit die Fasermischung ganz nett war, und Hölle, weil zu viel Wollfett alles verklebt hat und das, was blau und violett daherkommt, an Kratzigkeit nicht zu überbieten ist. Wenn es sich wenigstens noch um eine natürliche Faser handelte, würde ich nichts sagen. Aber die einzige Natürlichkeit muss vor ein paar Millionen Jahren gewesen sein, bevor sich der Rohstoff zu Schweröl verdichtet hat und zu schlechter Kunstfaser verarbeitet wurde. Aber genug gejammert, jetzt schaue ich, dass ich die 609 g in eine Jacke verarbeitet bekomme.

Sonntag, 27. August 2017

Nebelgeister 6


Ich lasse einfach mal nur die Bilder sprechen. Zum Zählen und Wiegen hatte ich noch keine Lust. Und alles weitere würde im Moment zu arg.

 
Eine Spinnkollegin sagte letztens dazu: "Ich weiß gar nicht, wie Du bei sowas weiterspinnen kannst. Ich hätte schon lange keinen Bock mehr und alles entsorgt." Im Prinzip hatte sie Recht. ;o)

 
Und hier noch zwei schöne Lichtblicke.
 
 
Die "Lady of Shalott" von David Austen in nasser Pracht und
 
 
die Dauerblühende "Roxanne", die einem den Spätsommer verschönern.
 
 

Sonntag, 20. August 2017

Nebelgeister 5


Der grüne Geist ist ein wenig freundlicher und kommt nicht wie der vorherige als Igel daher.

Wenngleich auch hier die feinen Fasern sich wieder nicht mit Wollfett vertragen haben. Und ich frage mich, ob eventuell die Karde davon stark verunreinigt war. Zuvor habe ich immer nur von Warnungen gehört, dass man sich die Nadeln damit ordentlich verschmutzt. Jetzt kann ich mir gut vorstellen auf welche Weise. 

74 g sind hier zu 139 m Garn geworden. Jetzt heißt es Endspurt, denn es sind nur noch 2 weitere Farben übrig. Uff!

Sonntag, 13. August 2017

Nebelgeister 4


Wenn die ersten 3 Geister nicht weich sind, so sind diese Strängelchen nicht nur sehr robust, sondern kratzig.
 

Zwei annähernd identische Batts von 90 und 48 g habe ich nach einiger Überlegung doch getrennt voneinander versponnen. Eins davon war so sehr mit Wollfett durchzogen, dass der Auszug eine Blase am Zeigefinger verursachte. Eine miteinkardierte, feine Faser, wahrscheinlich sehr feines Merino, war so sehr verklebt, dass sie sich nur mit viel Kraft überhaupt ausziehen ließ.
 

Enthalten war ebenfalls eine undefinierbare, blaue Faser, die sich beim Spinnen brüchig verhielt und im fertigen Garn eine abschreckende Wirkung erzielt. Da half auch nicht die niedrige Übersetzung von 6 beim Verzwirnen. Der Boden war hinterher voller blauer Faserreste und nach genauerer Untersuchung muss es sich um eine Art Spülschwammrückseite handeln. Zumindest ist das Zeug ähnlich stark und stachelig. Unfassbar, wie man so etwas überhaupt zum Einkardieren verwenden kann.
 

Die Farbe ist ganz nett, 176,5 und 83,5 m sind es geworden, trotzdem, Begeisterung sieht anders aus.


Genauso ärgerlich ist in diesem Jahr die Zerstörung der Apfelernte durch Wespen und Hornissen. Selbst in den Apfelbaum gehängte Brötchentüten, die an Wespennester erinnern sollen und somit die Besetzung des Baumes durch ein fremdes Volk dokumentieren, schreckt in keiner Weise mehr ab. Bis zum Zeitpunkt der Ernte werden wohl alle Äpfel angefressen sein und am Boden liegen. 

Sonntag, 6. August 2017

Nebelgeister 3


In Geist Nr. 3 versteckte sich im Inneren ein dunkler Beereton.


Eine wahrhaft geisterhafte Erscheinung von außen. ;o)


Versponnen und verzwirnt haben die 76 g eine Lauflänge von 150 m. Ein etwas robusteres Bürschchen, der kleine Beerengeist.


Sonntag, 30. Juli 2017

Nebelgeister 2


Der zweite Geist ist rötlich,


gedämpft mit einem Hauch Dunkelgrün, dass sich in geringer Menge aber stark unterordnet. Gesponnen sowie gezwirnt mit dem 6er Wirtel. So gut wie kein Unterschied zum ersten Geist, was das Zwirnbild anbelangt. Nun gut...


Dass Knitart-Batt wog 53 g und hat als Faden eine Lauflänge von 116 m. Passt! ;o) 


Die Ballhortensien sind in diesem Jahr eine Pracht. Schade, dass sie keinen Nektar für geflügelte Wesen haben und somit für sie uninteressant sind.

Sonntag, 23. Juli 2017

Nebelgeister 1

 
Vor einiger Zeit habe ich von Knitart verschiedenfarbige, hell kardierte Batts aus unterschiedlichsten, überwiegend robusteren Fasersorten erstanden. Der Urlaub und die mögliche Umstellung auf das Spinnen mit der anderen Hand schien geeignet für diese Rollen.
 
 
Die Umgewöhnung war jedoch nicht nötig und so war das erste 58 g schwere Batt schnell versponnen. Farbenpracht schaut natürlich anders aus, dennoch ist das Verspinnen eines solchen "Aschenputtels" sehr kurzweilig. Im Einzelfaden kommen beim genauen Hinschauen schöne rauchige Nuancen zutage, die man auf Bildern nicht wiedergeben kann. Verzwirnt wird daraus eine Art Tweedgarn, dessen zurückhaltende Farbe erst verstrickt und neben anderen Farben so recht erkennbar wird.

 
119 m sind wahrlich kein Längenrekord für diese Grammzahl, was wiederum den robusten Fasern geschuldet ist. Auf kleiner Umdrehung von 6 gesponnen und verzwirnt, ergibt sich dann aber ein durchaus hautverträgliches Garn. Der 10er Wirtel hätte für die Verzwirnung gerne niedriger ausfallen dürfen, um noch mehr Drall aus den Zwirnfäden zu nehmen. Das probiere ich dann mal bei der nächsten Farbe.